"Die Friedensstele soll Ausdruck der Versöhnung und Hoffnung auf Frieden für die Welt symbolisieren!"
Mit diesen Worten wurde die Friedensstele am 14. Oktober 2004, während eines Deutsch-Englischen Friedensgottesdienstes anläßlich des 60. Jahrestages der Bombardierung Braunschweigs, von Pat Panton und Reverend Roger Nunn aus der Partnerstadt Bath an den Braunschweiger Dom übergeben. Gestiftet wurde sie vom Bath-Bach-Choir, der Bath-Choral-Society sowie einem Zusammenschluss von fünf Kirchen in Bath.
Auf der Friedensstele, gefertigt aus grauem Kalkstein, ist das Wort „Frieden“ in Deutsch, Englisch, Arabisch, Hebräisch, Sanskrit, Latein und in Blindenschrift zu lesen und das Licht einer Kerze erinnert daran, dass der Wunsch nach Frieden Menschen über Länder, Kulturen und Religionen hinweg verbindet.
Die Friedenssäule entstand als sichtbares Zeichen der Aussöhnung zwischen Deutschland und Großbritannien nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Sie erinnert an die Opfer von Krieg und Gewalt und lädt zugleich dazu ein, den Blick nach vorn zu richten. Aus ehemaligen Feinden wurden Partner und Freunde – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Versöhnung möglich ist.
Die Friedensstele steht seit der Übergabe in der Apsis des südlichen Querhauses und ist seitdem im Braunschweiger Dom ein Ort des Gedenkens und der Besinnung. Sie erinnert daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Sie fordert dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, Vorurteile zu überwinden und sich im Geist der christlichen Botschaft für Verständigung, Respekt und ein friedliches Miteinander einzusetzen. So verbindet die Friedensstele die Erinnerung an die Geschichte mit einer zeitlosen Botschaft: "Frieden beginnt dort, wo Menschen bereit sind Versöhnung zu leben."