Chororgeln
Die Chororgel im Braunschweiger Dom, gebaut im Jahr 2023 von der Firma Freiburger Orgelbau Hartwig & Tilmann Späth, ist mit 32 Registern ausgestattet und hat eine englisch-romantische Klangausrichtung.
Sie bittet großartige Möglichkeit der angemessenen Begleitung unserer Chöre und Ensembles der Domsingschule, liturgischer Musik am Altar, die adäquate Gemeindebegleitung bei den Gottesdiensten im Mittelschiff, im Hohen Chor und in der Vierung bis hin zu den Taufgottesdiensten am Taufstein unter dem Imervard-Kreuz.
Die technische Verbindung der beiden Orgeln (Chor- und Hauptorgel) ermöglicht jeweils die andere Orgel als Fernwerk zu nutzen. Die Orgelwerke verschiedener Komponisten sowie Orgel-Improvisationen bieten dem Besucher durch gleichzeitige Nutzung aller Orgeln beeindruckende Klang- und Hörerlebnisse. Eine Besonderheit liegt in der Alternative der Trennung der beiden Orgel was eigenständiges Spielen der Instrumente erlaubt und damit auch Musik für zwei Orgeln darstellbar macht.
Disposition der Chororgel
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NORDORGEL C-g'''/g'''' freie Manualzuordnung, 3-seitig schwellbar
1. Double Diapason 16'
2. Bourdon 16'
3. Diapason I 8'
Diapason II 8' (Extension aus 1.)
4. Claribel Flute 8'
5. Bourdon 8'
6. Viola da Gamba 8'
7. Voix céleste 8'
8. Octave 4'
Violon 4' (Extension aus 1.)
9. Harmonic Flute 4'
10. Twelfth 2 2/3'
11. Fifteenth 2'
12. Mixture 3 ranks 1 3/5'
13. Double Trumpet 16'
14. Trumpet 8'
15. Clarionet 8'
Tremulant
Koppeln Nordorgel: Süd-Nord, Solo-Nord, Sub Nord, Super Nord -
SÜDORGEL C-g'''/g'''' freie Manualzuordnung, 3-seitig schwellbar
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SOLO C-g'''/g'''' freie Manualzuordnung
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PEDAL C-f'
Technische Daten und Fakten
- Orgelbauwerkstatt: Freiburger Orgelbau Hartwig & Tilmann Späth
- Klangliche Ausrichtung: englisch-romantisch
- 3 Manuale (C- g''') und Pedal (C- f')
- 32 Register, 3 Oktaverweiterungen (Extensionen), 16 Transmissionen
- Insgesamt 2.222 Pfeifen, davon 166 Holzpfeifen und 2.056 Metallpfeifen
- System: elektrische Ton- und Registertraktur
- Elektronische Setzeranlage, Touch-Display
- Spieltisch freistehend, mobil, inkl. Bedienung der Hauptorgel in einer gemeinsamen Orgelanlage mit insgesamt 89 klingenden Registern
- Individuelle Steuerung aller 9 Schwelljalousiewände (6 in Chororgel, 3 in Hauptorgel)
- Freie Zuordnung der Werke zu den Manualklaviaturen
- Größte Pfeife: Gamba 16' C (im Prospekt), Gesamtlänge 6522 mm
- Kleinste Pfeife: Twelfth 2 2/3' g'''', klingende Länge 12 mm
- Gesamtgewicht: ca. 21,5 t
- Windladen: Kombination aus Schleifwindladen und Einzeltonladen
- Maximaler Windverbrauch: ca. 30 m³ pro Minute
- Winddrücke: Schleifladen: 73 mmWS / Prospekt- und Einzeltonladen: 90 mmWS / Hochdruckladen: 155 mmWS / Pedal Open Diapason 16’: 70 mmWS
- Höhe der Türme: ab Boden 10,5 m, ab Chorebene 8 m
- Stimmtonhöhe: 440 Hz bei 16 °C
- Temperierung/Stimmungsystem: Reiner Janke, Tristan Lebherz, Eckhard Dittmer
- Orgelentwurf und Spieltischdesign: Orgelarchitekt Lothar D. Zickermann
- Systemsteuerung und Programmierung der Orgelanlage: Thomas Fritsch