15/03/2026 0 Kommentare
Delegationsreise nach Äthiopien
Delegationsreise nach Äthiopien
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Delegationsreise nach Äthiopien
Ende Februar 2026 reisten Mitglieder des Kirchenvorstandes des Braunschweiger Domes nach Äthiopien, um die Deutsche Evangelische Gemeinde in Addis Abeba zu besuchen und Einblicke in kirchliches Leben, Bildungsarbeit und Geschichte des Landes zu gewinnen.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Begegnung mit der Gemeinde an der Kreuzkirche sowie mit der German Church School (GCS). Bei Gesprächen mit Pfarrer Dr. Jürgen Klein, Mitarbeitenden der Gemeinde und Lehrkräften der Schule informierten sich die Gäste aus Braunschweig über die aktuelle Situation der Gemeinde, die Entwicklung der Schule und mögliche Perspektiven weiterer Zusammenarbeit. Die German Church School spielt eine wichtige Rolle für viele Familien in Addis Abeba und beeindruckte die Besucher insbesondere durch neu gestaltete Unterrichtsräume sowie Angebote für gehörlose Schülerinnen und Schüler. Auch neue Infrastrukturprojekte auf dem Schulgelände befinden sich derzeit im Aufbau.
Neben Gesprächen und Begegnungen nahm die Reisegruppe auch am Gemeindeleben teil, unter anderem bei einem Gottesdienst in der Kreuzkirche sowie bei der Einweihung einer neuen Schulküche, die mit musikalischen Beiträgen des Schulchores und einem kleinen Festakt gefeiert wurde. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung die Gemeinde als Begegnungsort für Menschen unterschiedlicher Herkunft in der äthiopischen Hauptstadt hat.

Darüber hinaus bot die Reise Einblicke in Geschichte, Kultur und religiöse Traditionen Äthiopiens. In Addis Abeba standen unter anderem Besuche historischer Kirchen, der Holy Trinity Cathedral sowie verschiedener Museen auf dem Programm. Auch das Adwa-Museum, das an den äthiopischen Sieg über italienische Kolonialtruppen im Jahr 1896 erinnert, vermittelte wichtige historische Perspektiven.
Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch der Felsenkirchen von Lalibela im Norden des Landes. Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden, vollständig aus dem Fels gehauenen Kirchen zählen zu den bedeutendsten religiösen Bauwerken Afrikas und sind bis heute wichtige Pilgerstätten der äthiopisch-orthodoxen Kirche. Begegnungen mit Priestern, Gläubigen und Einblicke in das religiöse Leben vor Ort vermittelten einen eindrucksvollen Eindruck der lebendigen christlichen Tradition Äthiopiens.

Neben den offiziellen Programmpunkten bot die Reise auch Gelegenheit zu vielen persönlichen Gesprächen und Begegnungen. Dazu gehörten unter anderem Besuche weiterer Schulen sowie Einblicke in den Alltag der Menschen vor Ort. Traditionelle Elemente der äthiopischen Kultur – etwa die Kaffeezeremonie oder das gemeinsame Essen des Nationalgerichts Injera – rundeten die Erfahrungen ab.
Die Reise machte deutlich, wie wertvoll der Austausch zwischen Gemeinden über Ländergrenzen hinweg sein kann. Die Begegnungen in Addis Abeba und Lalibela hinterließen bei den Teilnehmenden viele nachhaltige Eindrücke und stärkten die bestehenden Kontakte zur Deutschen Evangelischen Gemeinde in Äthiopien.
Helge Böttcher, Domkirchenvorstand
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