Auf dass wir Frieden hätten...

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Auf dass wir Frieden hätten...

# Wort zum Alltag

Auf dass wir Frieden hätten...

Über dem heutigen Tag heißt es: „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Es sind Worte aus dem Buch des Propheten Jesaja, die dort im 53. Kapitel stehen. Wenn man dieses Kapitel liest, wird man überrascht sein, wie klar dort beschrieben wird, was Jesus in seiner Passion zu durchleben und zu erleiden hatte. Dort heißt es zum Beispiel:
„Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.“
Obwohl diese Worte Hunderte von Jahren vor Jesu Geburt geschrieben sind, klingen sie wie ein Augenzeugenbericht und sie bestätigen ein tiefes Verständnis dessen, was sich da zugetragen hat. „Der Herr warf unser alle Sünde auf ihn“, und „die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten.“ Das ist das Karfreitagsgeschehen in seiner ganzen Tragweite.
Mein Berufsleben habe ich als Banker zugebracht. Aus dieser Perspektive sage ich Ihnen: Stirbt ein Mensch, so erlöschen für ihn damit alle seine Verbindlichkeiten. Kreditverträge sind erledigt und auch das überzogene Girokonto ist für den Verstorbenen kein Thema mehr. Möglicherweise gibt es Erben, die sich dann zu kümmern haben, aber das ist ein anderes Thema. Der Tod ist und bleibt der große Schuldentilger.
Das gilt auch für unsere moralischen und sonstigen nichtmonetären Schulden. Im Tod erlöschen sie. Unsere gesamte Schuld und alle unsere Sünden hat Jesus mit sich ans Kreuz und in den Tod genommen. Und damit sind sie weg, getilgt und erloschen, ein für alle Mal. Das ist das Wunder des Karfreitags. Ja, dieser Tag erfüllt uns immer wieder mit Betroffenheit und Trauer, weil er uns zeigt, dass Menschen in ihrer Grausamkeit selbst vor Gott nicht haltmachen.
Und doch dürfen wir von Herzen dankbar und glücklich sein, für das, was Gott in Christus für uns an diesem Tag getan hat. „Auf dass wir Frieden hätten“, schreibt Jesaja. Und das fasst es gut zusammen. Wir haben Frieden in uns, denn wir sind von Sünden befreit und wir haben Frieden mit Gott, der sich am Karfreitag mit uns allen ein für alle Mal ausgesöhnt hat. Was für ein großes Geschenk – Gott sei Dank. Amen.


Prädikant Heiko Frubrich

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