Death Valley

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# Wort zum Alltag

Death Valley

Das war eine Zeitungsmeldung, die irgendwie zum Osterfest gepasst hat:
Eine der heißesten und trockensten Wüstenlandschaften der Welt schimmert derzeit in prächtigem Goldgelb. 
Das sogenannte Death Valley in den us-amerikanischen Bundesstaaten Kalifornien und Nevada erlebt derzeit die üppigste Blüte seit über zehn Jahren. Die seltene Blütenpracht im „Tal des Todes“ sei Folge der üppigen Regenfälle im vergangenen Herbst und Winter, schreibt der National Park Service. Die Bilder, die im Internet zu sehen sind, beeindrucken in der Tat.
Dass Wüstes und Ödes neu zu grünen und blühen beginnt, das ist in der Bibel ein starkes Bild dafür, wie Gott mit seiner Lebenskraft in unsere Welt hineinwirkt: „Jubeln werden die Wüste und das trockene Land, jauchzen wird die Steppe und blühen wie die Lilie. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen frohlockt!" So sieht es der Prophet Jesaja in einer uralten Vision und setzt ein dickes Ausrufzeichen dahinter: Ja, es soll immer Grund zur Hoffnung geben! 
Lauter unglaubliche Sachen: eine blühende Wüstenlandschaft, ein müde gewordener Mensch, der in neue Bewegung kommt, eine verstummte Stimme, die wieder jubeln kann. Es sind Worte und Bilder zum Glauben gegen die inneren Wüsten auch in uns.
Wer will, der sieht das blühende Tal des Todes mit einem klaren Blick auf das Blumen geschmückte Kreuz im Braunschweiger Dom auch als ein österliches Bild. Dafür, dass Gottes Liebe das Leben neu hervorruft. Weil uns Menschen von diesem Gott hier immer mehr blühen soll als Todesjammer und Grabesstille.
Im „Death Valley“ könne die ungewohnte Blütenpracht je nach Wetterlage noch bis in den April anhalten, meinen die Wetterexperten. Dieses Gebiet, das eigentlich für heißes Wetter, Sand und Staub bekannt ist, bleibt also noch ein wenig eine atemberaubende Landschaft voller Farben. Die könne man sehen und auch riechen, sagt David Blacker von der Parkverwaltung: „Der Duft hier ist einfach unglaublich.“


Pfarrer Henning Böger

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