Aufblicken – so wie Jesus es tat – und sagen: Vater!

Aufblicken – so wie Jesus es tat – und sagen: Vater!

Aufblicken – so wie Jesus es tat – und sagen: Vater!

# Wort zum Alltag

Aufblicken – so wie Jesus es tat – und sagen: Vater!

„Solches redete Jesus Christus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; so wie du ihm Macht gegeben hast über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.“   (Johannes 17,1–2)

Stellen wir uns diese Szene vor: Jesus steht kurz vor seinem Leiden. Die Verhaftung ist nah, das Kreuz steht bevor. Und genau in diesem Moment tut Jesus etwas Überraschendes: Er beginnt zu beten. Er hebt seine Augen zum Himmel und spricht mit seinem Vater.
Dieses Gebet ist ein sehr persönlicher Moment zwischen dem Sohn und dem Vater. Und zugleich dürfen wir zuhören. Wir hören, was Jesus im Herzen bewegt. Er sagt: „Vater, die Stunde ist gekommen.“
Die „Stunde“ – das ist der Moment, in dem sich Gottes Plan erfüllt. Es ist die Stunde des Kreuzes. Für uns klingt das zunächst wie eine Stunde der Niederlage. Ein Mensch wird verraten, verurteilt und stirbt. Aber Jesus nennt sie eine Stunde der Verherrlichung. Denn gerade am Kreuz zeigt sich, wie Gott wirklich ist. Dort sehen wir Gottes Liebe in ihrer ganzen Tiefe. Gott bleibt den Menschen treu – selbst dann, wenn sie ihn ablehnen.
Das Kreuz ist nicht das Ende der Geschichte. Es ist der Weg zum Leben.
Darum sagt Jesus auch: Gott hat ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er ewiges Leben schenkt.
Ewiges Leben – das klingt für viele nach etwas, das erst nach dem Tod beginnt. Aber im Evangelium bedeutet es noch mehr. Ewiges Leben ist Leben in Gemeinschaft mit Gott. Ein Leben, das schon jetzt beginnt, wenn ein Mensch Gottes Liebe vertraut. Das heißt: Ewiges Leben ist nicht nur eine ferne Zukunft. Es beginnt dort, wo wir uns von Christus finden lassen.
Vielleicht kennen wir das aus unserem Alltag: Wir sind beschäftigt, planen, sorgen uns um vieles. Und manchmal wirkt unser Leben wie eine Reihe von Aufgaben und Terminen.
Doch mitten in diesem Alltag spricht Jesus von etwas Größerem: von einem Leben, das tiefer ist als alles, was vergeht. Ein Leben, das von Gottes Liebe getragen ist. Und dieses Leben schenkt Jesus. Es ist kein Verdienst, keine Leistung. Es ist ein Geschenk.
Gerade deshalb dürfen wir auch von Jesus lernen, was er hier tut: Er betet. In der schwierigsten Stunde seines Lebens richtet er seinen Blick zum Vater.
Das kann auch für uns ein Weg sein. Wenn wir nicht weiterwissen. Wenn Entscheidungen schwer sind. Wenn Sorgen unser Herz füllen. Dann dürfen wir aufblicken – so wie Jesus es tat – und sagen: Vater.
Denn wir sind nicht allein unterwegs. Unser Leben steht unter der Liebe Gottes. Und der, der am Kreuz gestorben und auferstanden ist, hält uns fest.
Darum gilt: Wer zu Christus gehört, hat Anteil an diesem Leben – an dem Leben, das kein Ende kennt.


Prädikant Marc Bühner

Dies könnte Sie auch interessieren

Hier erreichen Sie uns:

Ev.-luth. Domkirche St. Blasii zu Braunschweig
Domplatz 5
38100 Braunschweig

 

Domsekretariat

 0531 - 24 33 5-0
  dom.bs.buero@lk-bs.de

 

Domkantorat

  0531 - 24 33 5-20
domkantorat@lk-bs.de

Anfrage und Anforderung kirchlicher Bescheinigungen

Gottesdienste:

Montag bis Freitag
17:00 Uhr

ABENDSEGEN

mittwochs mit Versöhnungsgebet von Coventry

freitags mit Abendmahl

Samstag
1
2:00 Uhr

MUSIKALISCHES MITTAGSGEBET

Sonntag
10:00 Uhr

GOTTESDIENST

Domführungen:

Montag bis Samstag
14:00 Uhr

ÖFFENTLICHE DOMFÜHRUNG

Im Januar und Februar sowie an Feiertagen finden keine öffentlichen Führungen statt!

Buchung Domführung

Öffnungszeiten:

Montag bis Sonntag
10:00 Uhr - 17:00 Uhr


Im Januar und Februar gelten folgende Öffnungszeiten:

Montag
15:00 Uhr - 17:00 Uhr

Dienstag bis Sonntag
10:00 Uhr - 13:00 Uhr
15:00 Uhr - 17:00 Uhr


An folgenden Tagen bleibt der Dom geschlossen:

-  1. Januar
-  1. Mai
-  3. Oktober