14/10/2026 0 Kommentare
Und der Friede liegt an uns.
Und der Friede liegt an uns.
# Wort zum Alltag

Und der Friede liegt an uns.
Es gibt noch Bäume, die in Blüten lächeln,
es gibt noch Fische, die im Wasser springen,
es gibt noch Vögel, die sich Nester bauen,
es gibt noch Wälder, die das Leben wiegen.
Lasst es nicht die letzten sein,
zum Leben sind wir einander gegeben,
zum Lieben, zum Leben
und der Friede liegt an uns.
Es gibt noch Wasser, das wir trinken können,
es gibt noch Felder, die uns Körner tragen,
es gibt noch Luftstrom, der uns Atem spendet,
es gibt noch Tiere, die uns nicht verklagen.
Lasst es nicht die letzten sein,
zum Leben sind wir einander gegeben,
zum Lieben, zum Leben
und der Friede liegt an uns.
Es gibt noch Hände, die ihr Haben teilen,
es gibt noch Rücken, die den Schwachen tragen,
es gibt noch Stimmen, die für Stumme sprechen,
es gibt noch Menschen, die einander trauen.
Lasst es nicht die letzten sein,
lasst es Samen sein für viele,
zum Leben sind wir einander gegeben,
zum Lieben, zum Leben
und der Friede liegt an uns.
Es gibt noch Herzen, die den Himmel suchen,
es gibt noch Augen, die sich liebend grüßen,
es gibt noch Jugend, die sich Zukunft träumt,
es gibt noch Kinder, die vor Freude tanzen.
Lasst es nicht die letzten sein,
lasst es Samen sein für viele,
zum Leben sind wir einander gegeben,
zum Lieben, zum Leben
und der Friede liegt an uns.
„Und der Friede liegt an uns“ – dieser Satz klingt nach Hoffnung, aber auch nach Verantwortung. Der Text erinnert uns an all das, was unser Leben reich macht. Doch nichts davon ist selbstverständlich.
Wenn wir auf die Welt schauen, sehen wir Kriege, Gewalt und Hass und wir fragen uns, was wir dagegen tun können. Die Antwort lautet: Wir können nicht die ganze Welt verändern, aber wir können in unserem eigenen Umfeld anfangen.
Besonders schön ist der Gedanke aus dem Gedicht: „Lasst es Samen sein für viele.“
Ein Samenkorn ist klein, und doch kann daraus etwas Großes wachsen. So ist es auch mit unseren Gesten des Friedens: Ein freundliches Wort, eine helfende Hand oder ein Zeichen der Versöhnung können mehr bewirken, als wir ahnen.
Wir müssen den Frieden nicht allein schaffen, aber wir können dazu beitragen, dass er wächst. Nehmen wir deshalb eine Frage mit: Wo kann ich heute ein kleines Samenkorn des Friedens säen?
Denn wir sind einander zum Leben und zum Lieben gegeben. Und wo wir Liebe weitergeben, kann Frieden wachsen. - Und der Friede liegt an uns.
Prädikant Marc Bühner
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